Warum in Nuthetal mehr zusammenkommt als anderswo
In einer Stadtwohnung endet der Besitz an der Wohnungstür. In Nuthetal gehört zu vielen Häusern deutlich mehr Fläche: ein Keller, ein ausgebauter oder nicht ausgebauter Dachboden, eine Garage, ein Schuppen, in den Dörfern oft eine Scheune. Diese Flächen füllen sich über Jahrzehnte, ohne dass jemand eine Entscheidung trifft, und genau deshalb sind Entrümpelungen hier meist umfangreicher als die Wohnfläche vermuten lässt.
Nudow, Philippsthal, Fahlhorst und Tremsdorf sind Straßendörfer mit Höfen, deren Nebengebäude oft älter sind als die heutige Nutzung. Was dort steht, reicht von Gartengerät über Baumaterial bis zu Möbeln, die vor drei Umzügen aussortiert wurden. In Bergholz-Rehbrücke dagegen ist es meist der Keller einer Villa aus der Zeit um 1900, mit niedrigen Durchgängen und einer Treppe, die für Kohlekörbe gebaut wurde und nicht für Sperrgut.
Für die Planung heißt das: Wir wollen die Fläche sehen, bevor wir einen Betrag nennen. Zwei Kellerräume klingen überschaubar und ergeben mitunter mehr als ein Kastenwagen fasst. Umgekehrt sieht eine volle Scheune bedrohlicher aus, als sie sich räumt, wenn das meiste Holz ist.
Wie eine Räumung bei uns abläuft
Zuerst gehen wir mit Ihnen durch alle Flächen und markieren, was bleibt. Das ist der wichtigste Schritt, denn nichts ärgert mehr als ein Stück, das versehentlich mitgefahren ist. Was bleiben soll, stellen wir zusammen an eine Stelle oder kleben es ab, damit am Räumtag kein Zweifel entsteht.
Dann wird ausgeräumt, und zwar sortiert. Holz, Metall, Elektrogeräte, Restmüll und Verwertbares gehen getrennt in den Wagen. Das kostet beim Tragen ein paar Minuten mehr und spart am Wertstoffhof Zeit und Geld, weil dort nicht nachsortiert werden muss. Elektrogeräte und Schadstoffe wie Farbreste gehören ohnehin in eigene Wege.
Zum Schluss wird gefegt. Besenrein heißt bei uns tatsächlich gefegt und nicht nur leergeräumt: Wände frei, Boden gekehrt, Ecken mitgenommen. Das ist der Zustand, den ein Vermieter bei der Abnahme sehen will, und der Grund, warum wir dafür am Ende noch einmal eine halbe Stunde einplanen.
Flächen, die wir regelmäßig räumen
- Kellerabteile und Kellerräume, auch mit enger Treppe und niedrigem Durchgang
- Dachböden mit Bodenluke oder ausgebauter Treppe
- Garagen, Schuppen und Carports samt eingelagertem Gerät
- Scheunen und Stallgebäude auf den Höfen der Straßendörfer
Zufahrt, Tragweg und die Frage nach dem Wagen
Bei einer Räumung entscheidet der Weg zwischen Fläche und Ladekante über die halbe Zeit. In den Dörfern liegt der eigentliche Hof ein gutes Stück hinter dem Tor, und nach Regen wird der Untergrund weich. Wir fahren dann mit dem Kastenwagen bis vor die Scheune und pendeln, statt einen großen Wagen im Hof festzufahren. Zwei Fahrten sind billiger als eine Bergung.
Am anderen Ende der Gemeinde, in Rehbrücke, ist die Zufahrt selten das Problem, dafür die Treppe. Ein Keller mit gewendeltem Aufgang bestimmt, wie groß die Stücke sein dürfen, die nach oben gehen. Was zu sperrig ist, wird unten zerlegt, und das planen wir ein, statt es am Räumtag zu entdecken.
Tremsdorf liegt als einziger Ortsteil südlich der A 10, Fahlhorst grenzt unmittelbar an das Stadtgebiet von Ludwigsfelde. Beides sind Fahrten von unter einer Viertelstunde reiner Fahrzeit ab unserem Sitz. Für die Planung ist deshalb nicht die Entfernung entscheidend, sondern wie oft der Wagen zwischen Fläche und Wertstoffhof pendeln muss.
Nach Zeit oder nach Kubikmetern
Für kleine Flächen ist die Abrechnung nach Zeit die einfachere Rechnung. Ein Kellerabteil, ein Dachboden, eine halb volle Garage lassen sich in Stunden zuverlässig schätzen, und Sie zahlen genau das, was gearbeitet wurde. In der Tafel unten steht der Satz dafür.
Bei größeren Mengen rechnen wir nach Kubikmetern. Das ist für Sie berechenbarer, weil der Betrag dann nicht daran hängt, ob eine Treppe schmal ist oder der Hof lang. Welche der beiden Rechnungen bei Ihnen billiger ist, sagen wir nach dem Blick auf die Fläche, und zwar ehrlich, auch wenn die andere für uns einträglicher wäre.
Was über den Grundbetrag hinausgeht, steht mit eigener Zahl im Angebot, bevor der Termin bestätigt wird. Fällt am Umzugstag etwas Zusätzliches an, sprechen wir es vorher an.
Was wir nicht mitnehmen
Es gibt Dinge, die nicht in einen Umzugswagen gehören. Größere Mengen an Farben, Lacken, Ölen und Chemikalien sind Sondermüll und müssen über die dafür vorgesehenen Annahmestellen gehen. Wir sagen Ihnen beim Aufmaß, was betroffen ist, und trennen es beim Räumen aus, statt es stillschweigend mitzuladen.
Ebenso wenig entsorgen wir Bauschutt aus laufenden Baustellen als Teil einer Haushaltsräumung, weil dafür eigene Wege und eigene Gebühren gelten. Fällt beides an, planen wir es als zweiten Posten ein. Das ist unbequemer als ein Pauschalsatz und dafür an der Rechnung ablesbar.
| Abrechnung | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Ausräumen und Wegschaffen, nach Zeit gerechnet | ab 15 € je Stunde | Die Gebühr des Wertstoffhofs geben wir unverändert weiter |
| Räumung nach Kubikmeter statt nach Stunden | ab 39 € | Wir übergeben besenrein |
| Kastenwagen über 12 Kubikmeter samt Fahrer | ab 44 € je Stunde | Wer fährt, packt auch mit an |
| Zusätzlicher Wagen auf derselben Tour | 24 € je Stunde | Nur ergänzend buchbar, nicht als einziges Fahrzeug |
| Alle Beträge sind Bruttobeträge mit Mehrwertsteuer. Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, gilt unverändert bis zur Rechnung. | ||