Ein Dorf, das jemand gezeichnet hat
Die meisten Orte in der Gemeinde sind gewachsen, Philippsthal wurde geplant. 1754 als Spinnerdorf gegründet, bekam es ein Karree in der Mitte und ringsum rund 25 Fachwerk-Doppelhäuser mit gemeinsamem Rauchfang und drei Brunnen, gedacht für 50 Spinnerfamilien. Die Manufakturen bestanden bis 1816, die Anlage besteht bis heute.
Diese Regelmäßigkeit ist beim Umzug ein Vorteil und eine Bedingung zugleich. Ein Vorteil, weil die Wege kurz und die Verhältnisse übersichtlich sind: Man weiß im Voraus, wie ein Grundstück ungefähr geschnitten ist. Eine Bedingung, weil ein Doppelhaus zwei Parteien hat und die Zufahrt oft beiden gehört.
Wir klären deshalb vor dem Termin, wo unser Wagen steht und wie lange er dort steht. Nicht, weil das kompliziert wäre, sondern weil ein Umzug in einem Ort mit 189 Einwohnern die halbe Nachbarschaft betrifft und ein kurzer Hinweis vorher jede Diskussion am Umzugstag erspart.
Doppelhaus heißt geteilte Wand und geteilter Weg
In einem Doppelhaus liegt die Nachbarwohnung hinter der Wand, an der Ihr Schrank entlanggetragen wird. Wir arbeiten deshalb mit Kantenschutz an Türzargen und Treppenläufen und tragen sperrige Stücke mit zwei Kräften, statt sie einzeln durch den Flur zu ziehen. Schäden an gemeinsam genutzten Bauteilen sind der ärgerlichste Teil eines Umzugs, weil sie zwei Parteien betreffen.
Der zweite Punkt ist die Zufahrt. Wo sich zwei Haushalte eine Einfahrt teilen, kann unser Wagen sie nicht den halben Tag belegen. Wir laden dann in einem Block, statt über Stunden verteilt, oder wir stellen an der Straße und tragen die letzten Meter. Was davon sinnvoll ist, entscheidet sich beim Aufmaß und nicht am Morgen des Umzugstags.
Innen sind die Häuser überschaubar, aber nicht großzügig. Enge Flure, kleine Podeste, Treppen mit Wendung: Große Schränke gehen zerlegt, Polstermöbel gehen hochkant und in Decken. Wir bringen den Werkzeugkoffer mit, bauen ab und am Zielort wieder auf und beschriften Beschläge, damit nichts verloren geht.
Woran wir in einem Doppelhaus besonders denken
- Kantenschutz an gemeinsamen Türzargen und Treppengeländern
- Abstimmung mit der Nachbarpartei, wenn die Zufahrt geteilt ist
- Zerlegen statt Zwängen bei Schränken und Regalwänden
- Ladung in einem Block, damit die Einfahrt nicht den ganzen Tag belegt ist
Das Karree ist die beste Fläche im Ort
In den anderen Straßendörfern der Gemeinde ist die Wendemöglichkeit die offene Frage. In Philippsthal gibt es das Karree in der Ortsmitte, und das ist der Platz, der einen großen Wagen erträgt. Wir nutzen ihn als Bezugspunkt, wenn eine Adresse selbst zu eng ist.
Praktisch sieht das so aus: Der Möbelwagen steht am Karree, der Kastenwagen pendelt die kurzen Wege zur Haustür, und umgeladen wird an einer Stelle, an der niemand behindert wird. Diese Aufteilung kostet ein wenig Zeit beim Umschlag und spart deutlich mehr beim Rangieren, das sonst zwischen Grundstückszufahrten stattfinden müsste.
Ob wir so arbeiten, hängt an Ihrer konkreten Adresse. Manche Häuser haben eine Einfahrt, in die ein Möbelwagen über 21 Kubikmeter sauber hineinpasst, dann fahren wir direkt. Wir legen das beim Aufmaß fest und schreiben es in das Angebot, damit Sie den Ablauf vorher kennen.
Neun Minuten über Saarmund
Vom Betriebssitz sind es 6,8 Kilometer nach Philippsthal, gerechnet 9 Minuten reine Fahrzeit ohne Verkehr. Damit liegt der Ort in unserer Messung näher als Nudow und näher als Fahlhorst, obwohl er östlich der Nuthe liegt. Die Verbindung läuft über Saarmund und weiter Richtung Nordosten, und diese Strecke fahren wir ohnehin regelmäßig.
Für Sie hat das zwei Folgen. Erstens ist ein Aufmaßtermin hier ohne großen Aufwand möglich, auch wenn nur eine kleine Wohnung ansteht. Zweitens ist ein zweiter Weg am Umzugstag kein Drama, wenn sich beim Packen herausstellt, dass mehr zusammenkommt als gedacht.
Trotzdem gilt auch hier: Wir laden Material vollständig auf, bevor wir losfahren. Kartons auf Zeit oder zum Behalten, Kleiderkisten, Packpapier, Noppenfolie und Decken für Möbelkanten bringen wir vor dem Termin. Nach dem Umzug nehmen wir zurück, was gemietet war.
Alte Häuser, spätere Anbauten, volle Böden
Häuser, die seit dem 18. Jahrhundert bewohnt werden, sind selten unverändert geblieben. Wo im Lauf der Zeit angebaut, ausgebaut oder aufgestockt wurde, entstehen Zwischenstufen, halbe Ebenen und Türen, die schmaler sind als der Rest. Genau diese Stellen entscheiden darüber, ob ein Sofa hineingeht oder nicht, und genau sie sehen wir uns beim Aufmaß an.
Der Dachraum ist der zweite Punkt. In vielen Häusern führt eine steile Stiege hinauf, und was dort seit Jahren liegt, wiegt mehr, als man erwartet. Wir setzen dafür eine Kraft zusätzlich an und arbeiten in der Kette statt einzeln, denn Tragen über eine steile Stiege ist die Stelle, an der die meisten Unfälle passieren.
Was über den Grundbetrag hinausgeht, steht mit eigener Zahl im Angebot, bevor der Termin bestätigt wird. Fällt am Umzugstag etwas Zusätzliches an, sprechen wir es vorher an.
| Thema | Angabe |
|---|---|
| Weg ab Betriebssitz | 6,8 km |
| Reine Fahrzeit ohne Verkehr | 9 Minuten |
| Einwohner, Stand Mai 2024 | 189 |
| Gegründet | 1754 als Spinnerdorf, Manufakturen bis 1816 |
| Anlage | Karree in der Mitte, ringsum rund 25 Fachwerk-Doppelhäuser für 50 Familien |
| Folge für den Umzug | geteilte Wände und Zufahrten, enge Flure, Karree als Umlade- und Wendefläche |
| Für Adressen in Nuthetal und den Nachbargemeinden stellen wir keine Anfahrt gesondert in Rechnung. Liegt ein Ziel weiter weg, steht die Anfahrt vorab mit Betrag im Angebot. | |