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Rechnen vor dem Angebot

Umzugskosten realistisch schätzen, bevor der erste Anbieter kommt

Ein Umzugspreis entsteht aus vier Größen: der Menge, dem Weg zwischen Wohnung und Fahrzeug, der Arbeit an den Möbeln und dem Material. Wer diese vier vorher grob schätzt, kann jedes Angebot einordnen und merkt sofort, wenn eine Zahl aus der Luft gegriffen ist. Diese Seite zeigt, wie Sie selbst überschlagen und woran sich ein belastbares Angebot erkennen lässt.

  • Einzelne Kraft ab 25 € je Stunde Zwei Stunden sind die kleinste Buchung
  • Festpreis 1 Zimmer ab 289 bis 35 m², rund 15 m³
  • Aufmaß vor Ort 0 Kostenlos und ohne Verpflichtung, auch wenn daraus kein Auftrag wird
01
Die Menge in Kubikmetern ist die wichtigste Größe, alles andere hängt an ihr
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Tragweg und Etage kosten Zeit und werden an beiden Adressen getrennt gerechnet
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Abbau und Aufbau von Möbeln sind Arbeit und keine Nebensache im Transportpreis
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Packmaterial, Entsorgung und die besenreine Übergabe gehören mit auf die Liste
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Wer die Wohnung nicht gesehen hat, kann keinen belastbaren Betrag nennen
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Das Aufmaß kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird

Die vier Größen hinter jedem Preis

Ein Umzugsangebot sieht auf den ersten Blick aus wie ein Betrag für eine Fahrt. Tatsächlich ist es eine Rechnung aus Arbeitszeit, Fahrzeugzeit und Material. Arbeitszeit entsteht durch die Menge und durch den Weg, den jedes Stück zurücklegt. Fahrzeugzeit entsteht durch Größe und Strecke. Material ist der kleinste Posten und trotzdem der, den man am häufigsten vergisst, weil Kartons vor dem Umzug niemand als Kostenfaktor ansieht.

Aus diesen Bausteinen lässt sich fast jede Preisdifferenz erklären. Zwei gleich große Wohnungen kosten unterschiedlich viel, wenn eine im dritten Stock ohne Aufzug liegt und die andere ebenerdig. Zwei gleich weit entfernte Ziele kosten unterschiedlich viel, wenn bei einem die Möbel zerlegt werden müssen und beim anderen nicht. Wer das im Kopf hat, vergleicht Angebote nicht mehr nach dem Endbetrag allein.

Für den eigenen Überschlag lohnt es sich, in dieser Reihenfolge zu denken: erst die Menge, dann der Weg, dann die Arbeit an den Möbeln, zuletzt Material und Entsorgung. Jeder Schritt macht die Schätzung genauer, und schon nach dem ersten wissen Sie, ob Sie über einen halben Tag oder über zwei Tage reden.

Zuerst die Menge: von Quadratmetern zu Kubikmetern

Umzugsbetriebe rechnen nicht in Quadratmetern, sondern in Kubikmetern Ladung. Das ist der Raum, den Ihr Hausrat im Wagen einnimmt, und er hat mit der Wohnfläche nur lose zu tun. Eine großzügig geschnittene, spärlich möblierte Wohnung füllt weniger als eine kleine mit vollem Keller, einer Werkstatt und zwanzig Jahren Sammelgut.

Als groben Anhaltspunkt können Sie mit etwa einem halben Kubikmeter Ladung je Quadratmeter Wohnfläche rechnen, wenn normal möbliert ist. Das ist ein Erfahrungswert und keine Formel; ein Haushalt mit vielen Büchern liegt darüber, eine frisch gegründete Wohnung deutlich darunter. Die Tafel weiter unten zeigt dieselbe Größenordnung nach Zimmerzahl sortiert.

Genauer wird es, wenn Sie einmal durch die Wohnung gehen und laut mitzählen. Ein großer Kleiderschrank, eine Couchgarnitur oder eine Waschmaschine sind jeweils eigene Brocken; Kartons rechnet man am besten in gleich großen Einheiten, weil sich nur die stapeln lassen. Notieren Sie die Zahl, die dabei herauskommt, und nennen Sie sie bei jeder Anfrage. Angebote werden damit auf einen Schlag vergleichbar.

Beim Rundgang durch die Wohnung mitzählen

  • Große Schränke und Regale, jedes Stück einzeln
  • Polstermöbel, Betten und Matratzen
  • Geräte in Küche, Bad und Hauswirtschaftsraum
  • Kartons, geschätzt in gleich großen Einheiten
  • Keller, Dachboden, Balkon und Garage, die beim Rundgang gern vergessen werden
  • Alles, was Sie eigentlich abgeben wollten und bisher nicht abgegeben haben

Der Weg: Etage, Tragweg und Zufahrt

Der zweite Faktor ist die Strecke, die jedes Stück zu Fuß zurücklegt. Sie besteht aus drei Teilen: dem Weg vom Fahrzeug bis zur Haustür, den Stockwerken und dem Weg innerhalb der Wohnung. Alle drei zählen doppelt, weil es sie an beiden Adressen gibt. Eine Wohnung im Erdgeschoss mit langer Zufahrt kann teurer sein als eine im zweiten Stock direkt an der Straße.

Stockwerke ohne Aufzug sind der bekannteste Posten und werden trotzdem regelmäßig unterschätzt. Entscheidend ist nicht nur die Zahl der Etagen, sondern die Form des Treppenhauses: Enge Wendungen zwingen dazu, große Stücke zu zerlegen, die sonst am Stück gegangen wären. Ein vorhandener Aufzug hilft nur, wenn die Kabine groß genug ist und sich blockieren lässt.

Für die eigene Schätzung reicht eine einfache Übung: Gehen Sie den Weg einmal mit einem gefüllten Wäschekorb. Was sich dabei zäh anfühlt, wird an einem Umzugstag mit hundert Gängen zur Zeitfrage. Diese Beobachtung ist mehr wert als jede Tabelle, und sie hilft im Gespräch mit dem Anbieter, weil Sie die richtigen Dinge erwähnen.

Möbelarbeit, Packmaterial und Entsorgung

Der dritte Block ist Handarbeit an den Möbeln. Abbau und Aufbau von Schränken, Betten und Regalen sind eigene Arbeitsstunden, und sie fallen zweimal an. Eine Einbauküche ist dabei ein Fall für sich und steht in seriösen Angeboten immer als eigener Posten, weil sie einen halben Tag binden kann. Wer Zeit sparen will, baut kleine Möbel vorher selbst ab und lässt nur das machen, wofür Werkzeug und Übung nötig sind.

Beim Material entscheidet die Frage, ob Kartons gemietet oder gekauft werden. Gemietete Kisten kommen vor dem Umzug und gehen danach wieder, gekaufte stehen später im Keller. Dazu kommen Papier, Folie und Decken für Kanten und Glas. Rechnen Sie lieber mit ein paar Kartons mehr als zu wenig, denn nichts kostet an einem Umzugstag mehr Zeit als eine halb gepackte Wohnung.

Der vierte Block ist die Entsorgung. Fast jeder Umzug produziert Sperrmüll, und dieser Teil wird entweder nach Zeit oder nach Kubikmetern gerechnet; die Gebühr des Wertstoffhofs kommt unverändert obendrauf. Wer vorher aussortiert, spart zweimal: einmal bei der Menge im Wagen und einmal bei der Entsorgung.

Posten, die im ersten Überschlag meist fehlen

  • Abbau und Aufbau von Schränken, Betten und Regalen
  • Die Küche, die fast immer eine eigene Zeile im Angebot ist
  • Kartons, Packpapier, Folie und Decken
  • Entsorgung von Sperrmüll samt Gebühr des Wertstoffhofs
  • Reinigung und besenreine Übergabe der alten Wohnung
  • Ein zweiter Halt, wenn noch Sachen aus einem anderen Keller dazukommen

Warum ein Angebot ohne Aufmaß wenig wert ist

Ein Betrag, der am Telefon in zwei Minuten entsteht, beruht auf Ihren Angaben und auf nichts sonst. Das kann gut gehen, wenn Sie Ihre Wohnung sehr genau beschreiben. Meistens geht es schief, weil niemand freiwillig an den vollen Dachboden denkt und weil sich der Tragweg schlecht erzählen lässt. Die Folge ist ein Angebot, das am Umzugstag nicht mehr gilt.

Ein Aufmaß ist keine Verkaufsveranstaltung, sondern eine Bestandsaufnahme. Es dauert meist eine knappe Stunde, es geht durch alle Räume einschließlich Keller und Dachboden, und es beantwortet drei Fragen: Wie viel ist es, wie kommt es aus dem Haus, und wie kommt es in das neue hinein. Auf Wunsch geht das auch als Videorundgang, wenn Sie die Kamera wirklich überall hinhalten.

Wer nach einem Aufmaß einen Betrag nennt, kann ihn halten. Deshalb ist die zweite Frage nach dem Preis immer die wichtigere: Was passiert, wenn mehr zusammenkommt als besprochen? Ein Anbieter, der darauf eine klare Antwort hat, ist auch beim Rest verlässlich.

Was über den Grundbetrag hinausgeht, steht mit eigener Zahl im Angebot, bevor der Termin bestätigt wird. Fällt am Umzugstag etwas Zusätzliches an, sprechen wir es vorher an.

Woran Sie ein sauberes Angebot erkennen

Ein brauchbares Angebot beschreibt nicht nur das Ergebnis, sondern die Annahme, auf der es beruht. Es nennt die geschätzte Menge, die Zahl der Kräfte, die Fahrzeuggröße und die Leistungen, die enthalten sind. Wer das liest, kann prüfen, ob der Anbieter dieselbe Wohnung meint wie er selbst. Angebote ohne diese Angaben lassen sich nicht vergleichen, weil unklar bleibt, was fehlt.

Genauso wichtig ist, was ausdrücklich nicht enthalten ist. Ein sauberes Angebot sagt das offen, statt es im Kleingedruckten zu verstecken. Ein Anschluss von Gas, Wasser oder Strom gehört zum Beispiel in die Hand eines Fachbetriebs und ist in keinem Umzugsangebot enthalten, egal wie günstig es wirkt.

Alle Beträge sind Bruttobeträge mit Mehrwertsteuer. Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, gilt unverändert bis zur Rechnung.

Diese sechs Punkte stehen in einem belastbaren Angebot

  • Die geschätzte Menge als Zahl, nicht als Andeutung
  • Zahl der Kräfte und Größe des Fahrzeugs
  • Tragweg, Etagen und Aufzug, weil danach gefragt wurde
  • Eigene Zeilen für Möbelarbeit, Material und Entsorgung
  • Eine Aussage dazu, was gilt, wenn mehr zusammenkommt als geschätzt
  • Bruttobetrag, vollständige Anschrift des Betriebs und ein Ansprechpartner
Wohnungsgröße und Ladung als Schätzhilfe
WohnungWohnflächeLadung als Anhaltspunkt
1 Zimmerbis 35 m²rund 15 m³
2 Zimmer35 bis 60 m²rund 25 m³
3 Zimmer60 bis 85 m²rund 40 m³
4 Zimmer85 bis 110 m²rund 55 m³
5 Zimmerab 110 m²ab 70 m³
Grobe Anhaltspunkte für die eigene Rechnung, keine Zusage. Wie viel wirklich zusammenkommt, zeigt erst das Aufmaß, und das kostet nichts.

Was gefragt wird, bevor Angebote verglichen werden

  1. Wie genau kann ich den Preis selbst schätzen?

    Genau genug, um Angebote einzuordnen, und zu ungenau, um damit zu planen. Wenn Sie Menge, Etage und Tragweg an beiden Adressen kennen, treffen Sie die Größenordnung meist. Der Rest hängt an Details, die man selten mitdenkt: eine Treppe mit enger Wendung, eine Zufahrt, die nur ein kleines Fahrzeug zulässt, eine Küche, die mitkommt. Nutzen Sie die eigene Schätzung als Prüfmaß, nicht als Budget.

  2. Warum unterscheiden sich zwei Angebote so stark?

    Meist stecken unterschiedliche Annahmen dahinter und nicht unterschiedliche Stundensätze. Der eine rechnet mit zwei Kräften und einem kleinen Wagen, der andere mit vier Kräften und einem großen. Der eine hat den Keller gesehen, der andere nicht. Legen Sie beide Angebote nebeneinander und vergleichen Sie zuerst Menge, Kräfte und Fahrzeug; der Endbetrag erklärt sich danach fast von selbst.

  3. Wie läuft ein Aufmaß ab und wie lange dauert es?

    Wir gehen durch alle Räume, auch durch Keller und Dachboden, schätzen die Menge und sehen uns den Weg nach draußen an. Dazu kommen Fragen zur neuen Adresse: Etage, Aufzug, Zufahrt, Stellplatz für das Fahrzeug. In den meisten Wohnungen ist das in einer knappen Stunde erledigt. Danach steht fest, was im Angebot stehen wird, und es kostet Sie nichts.

  4. Lohnt es sich, selbst zu packen?

    Fast immer, wenn genug Zeit da ist. Packen ist die Arbeit mit dem größten Zeitanteil und der geringsten Fachlichkeit, deshalb sparen Sie hier am meisten. Zwei Ausnahmen lohnen sich trotzdem: Geschirr und Glas, weil Bruch teurer ist als die gesparte Stunde, und Kleidung auf Bügeln, für die es passende Kisten gibt. Wer unter Zeitdruck steht, packt besser gar nicht selbst als halb.

  5. Kann ein fester Betrag nachträglich steigen?

    Nur wenn sich die Grundlage ändert, also mehr Ladung, ein weiterer Halt oder eine Leistung, die vorher nicht besprochen war. Was auf dem Aufmaß beruht, bleibt so stehen, bis die Rechnung kommt. Kommt am Umzugstag etwas hinzu, wird es vorher angesprochen und mit eigenem Betrag festgehalten, nicht stillschweigend hinterhergeschoben. Ein Angebot, das diese Frage offenlässt, ist kein Festpreis.

  6. Rechnet sich ein gemieteter Transporter mit Freunden?

    Bei einer kleinen Wohnung im Erdgeschoss und kurzer Strecke oft ja. Sobald Treppen, schwere Möbel oder zwei Fahrten dazukommen, kippt die Rechnung, weil Miete, Kraftstoff, Kartons und ein verlorener Tag zusammenkommen. Dazu kommt die Haftung: Was beim Tragen zu Bruch geht, zahlt niemand. Rechnen Sie beide Varianten ehrlich durch, bevor Sie sich entscheiden.

Was nach dem Aufmaß feststeht

Menge, Kräfte, Fahrzeug und Leistungen stehen schriftlich, bevor der Termin bestätigt wird.

Für Adressen in Nuthetal und den Nachbargemeinden stellen wir keine Anfahrt gesondert in Rechnung. Liegt ein Ziel weiter weg, steht die Anfahrt vorab mit Betrag im Angebot.

  • Das Aufmaß vor Ort ist kostenlos und bindet Sie an nichts
  • Am Telefon Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, das Formular nimmt rund um die Uhr an
  • Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, gilt bis zur Rechnung
  • Es kommt eine eingespielte Mannschaft, keine Aushilfe vom Vortag

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